30.10.2025
Diesmal ist die Reise etwas spezielles. Es ist das erste Mal, dass ich eine grössere Reise ohne Colette unternehme. So Reise ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite freue ich mich und auf der anderen Seite fühlt es sich etwas komisch an. Wir haben das besprochen und Colette war damit einverstanden, auch weil sie nicht nach Mexiko reisen will da, es hier zu gefährlich sei und die Sicherheit, ihrer Meinung nach, nicht gewährleistet ist. So Reise ich mit Albert den ich seit unserer Schulzeit kenne.
Der Start war ganz easy und gemütlich. Mit dem Zug um 11.50 Uhr starteten wir, Colette kam auch mit, von Como und trafen um 15.00 Uhr am Flughafen Kloten ein. Ich wollte mein Gepäck einchecken aber der Schalter öffnete erst um 17.10 Uhr. Also begaben wir uns mit meinem ganzen Gepäck ins Restaurant Upperdeck und genossen ein Züri-Gschnätzeltes das sehr gut schmeckte. Kurz vor 17.00 Uhr schlenderten wir zum Schalter und versuchten 2 Plätze, für Albert und mich zu Buchen. Beim Online Checking ist mir ein Fehler passiert den ich nicht ändern konnte. Mit etwas Glück bekamen wir für den Flug nach Madrid 2 Plätze nebeneinander, aber für den Flug nach Mexiko nicht weil der Flug völlig ausgebucht war. Als Albert dann eintraf genehmigten wir uns noch einen Drink in der Bey Bey Bar bevor wir uns von Colette verabschiedeten und durch die Sicherheitskontrolle gingen.
Mit 20 Minuten Verspätung flogen wir dann ab. In Madrid wollte Albert noch etwas Essen aber ausser einem solala Sandwich gab es nichts mehr, weil alle Resti bereits geschlossen hatten. Okay es war auch schon Mitternacht. Im Flugzeug wünschten wir uns eine gute Reise denn Albert sass in der 45. und ich in der 35. Reihe. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann los. Ich schaute mir noch den neusten Mission Impossibel Film mit Tom Cruise an bevor auch ich döste. Nach 12 Stunden erreichten wir Mexiko City aber weil der Flughafen wegen Nebel geschlossen war, mussten wir auf einen anderen Ausweichen. Da warteten wir 3 Stunden bis der Flughafen Mexiko City öffnete und wir nach einem 20 Minuten Hüpfer dort landeten. Wir sahen tatsächlich eine dicke Nebeldecke die sich langsam auflöste. Nach den üblichen Grenzkontrollen war der ATM gefragt. Wie ich jedoch meine Karte in den Automaten stecke fällt sie hinein. Was für ein Schrecken, das ist mir noch nie passiert. Beim genaueren Betrachten des Automaten stellte ich fest, dass dies ein anderer Apparat war als die Üblich. Zum Glück war dahinter die Bank und nach einigen Erklärungen und Alberts Hilfe in Spanisch bekam ich meine Karte wieder. Na das fängt ja gut an mit unserer Reise. Diesmal schaute ich genau hin und erhielt dann das gewünschte Geld beim richtigen Apparat. Auf der Fahrt mit dem Taxi zu unserem Hotel Fontana Centro erhielten wir einen ersten Eindruck dieser Megastadt mit seinem gewaltigen Verkehr. Kurz vor 12.00 Uhr waren wir im Hotel und wurden darauf aufmerksam gemacht, dass vor 15.00 Uhr kein einchecken möglich sei. Also deponierten wir unser Gepäck und genehmigten uns etwas Flüssiges. Beim ersten Erkundungsspaziergang in die Umgebung landeten wir in einer Cerveceria wo wir die ersten Tacos mit Bier genossen. Kurz vor 15.00 Uhr waren wir wieder im Hotel und ärgerten uns über die Inkompetenz des Personals. Dank Alberts Spanisch erhielten wir endlich unser Zimmerschlüssel im 9. OG. Nach kurzem Einrichten war ein Nickerchen angesagt. Am Abend spazierten wir zur Piazza Garibaldi. In einem Restaurant mit Mariachi Musik genossen wir Tortilla mit Bier. Dann ging es wieder zurück ins Hotel. Auf der Dachterrasse genehmigten wir uns einen Tequila als Schlumi, bevor wir den Geschichten des Kissens horchten.
31.10.2025
Heute war die Touribus Runde angesagt. Die beste Art einen Überblick über die zu erkundende Stadt zu erlangen. Wir wählten die Zentrum Tour mit den meisten historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. So waren wir 2 ½ Stunden unterwegs ohne jemals ausgestiegen zu sein. Bei unserem Startort stiegen wir aus und gingen etwas Essen. Danach spazierten wir zum Zoccolo wo auch die Kathedrale steht und waren fast „alleine“ auf diesem riesigen Platz. Viele Leute waren maskiert und auf dem Platz standen Figuren die auf den kommenden „Dias de la muerte“ hinwiesen. Wir besichtigten auch die Kathedrale mit den vielen vergoldeten Altaren. Als uns der Hunger plagte suchten wir ein Dachrestaurant mit Blick auf den Zoccolo. Mit etwas Glück, Beharrlichkeit und Geduld konnten wir einen Platz an der Balustrade ergattern und dem Treiben auf dem Zoccolo zuschauen. 2 Geschosse weiter unten befand sich ebenfalls ein Restaurant mit Blick auf den Zoccolo, dass wir erst sahen als wir die Treppen und nicht den Lift benutzten. Also entschlossen wir uns hier zu Essen das sehr gut schmeckte. Über die Piazza Garibaldi, mit einen Schlumi, ging es zurück ins Hotel.
1.11.2025
Für heute war der grosse Umzug für „Dias de la muerte“ angesagt. Er startete um 14.00 Uhr beim Anthropologischen Museum das wir auch besuchen wollten. So fuhren wir am morgen mit dem Taxi zu diesem Museum um etwas über die Geschichte der Mayas zu erfahren. Es ist eine sehr interessante Ausstellung in einem imposanten Gebäude. Leider sind viele Ausstellung-stücke ohne Erläuterungen und teilweise nur in spanischer Sprache ausgestellt. Beim verlassen des Museums konnten wir noch einer Tanzgruppe in den Maya Kostümen zu-schauen die traditionelle Tänze aufführten. Per Zufall entdeckten wir die Vorbereitungen für den grossen Umzug am Nachmittag. Natürlich schauten wir uns die dekorierten Wagen und die kostümierten Personen aus der Nähe an. So Nahe kommt man beim Umzug durch die abgesperrten Strassen sicher nicht. Mit der Metro fuhren wir zurück zum Hotel den das Verkehrschaos, das wir bei der Hinfahrt mit dem Taxi erlebten, wurde sicher nochmals schlimmer. Zurück in unsere Hotelgegend gingen wir zuerst etwas Essen, da der Umzug frühestens in 2 Stunden in unserer Gegend erscheint. Beim Versuch den Umzug auf der Strasse zu erleben musste ich erkennen, dass dieses Unterfangen fast unmöglich ist weil sich ca. 1.5 Mio. Zuschauer bereits hinter der Abschrankung platziert hatten. Also ging ich auf die Dachterrasse des Hotels und zu meinem Erstaunen feststellen, dass wir einen guten Blick, wenn auch von Weitem, auf den Umzug hatten und dies ohne Menschengedränge.
2.11.2025
Unser heutiger Spaziergang führte uns zum Latinamericano Tower der einen schönen 360° Rundblick über das Zentrum hat. Beim Spaziergang zum Zoccolo schauten wir in die Franziskaner Kirche die bei einem Nebenaltar ebenfalls eine etwas makabre Installation zum Tag der Toten hatte. Beim Zoccolo waren wir, neben den anderen Hunderttausend, fast alleine. Wir schlenderten noch etwas durchs Zentrum bevor wir in ein Taxi stiegen und zum Mercado Roma fuhren. Dort assen wir eine feine Barilla und probierten den Pulque. Ein aus der Agave gebrannter Schnaps. Es gibt ihn in diversen Geschmackrichtungen und ist nicht so stark wie der Tequilla aber kaum zu bekommen. Zurück zum Hotel fuhren wir mit der Metro. In den Metrowagen bewunderten wir die Hinweisschilder der einzelnen Stationen. Die waren nicht nur mit den Namen beschriftet sondern auch mit Symbole. Wir nehmen an, dass dies für die Analphabeten gemacht wurde.
3.11.2025
Schon früh hiess es Tagwache und mit dem Taxi fuhren wir zum Airport. Das Einchecken verlief ohne Probleme und nach einem kleinen Frühstück sassen wir im Flieger nach Cancun. 2 Stunden später landeten wir in Cancun und liessen uns zum Autovermieter fahren. Nach den üblichen Formalitäten sassen wir im Auto und fuhren zum Westin Hotel das wir für eine Nacht gebucht hatten. Ich setzte mich mit Stefi, Deutsche Freunde aus Como, in Verbindung, die hier Ferien machten und am Abend trafen wir uns im El Fish Fritanga zum Fischessen. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend mit viel bla bla.
4.11.2025
Heute ist der Start zu unserer Yucatan Rundreise. Unsere Fahrt nach Valladolid führte uns über Goba. Hier bestaunten wir unsere ersten Maya Ruinen. (Colette würde sagen Steinhaufen) Nach einem interessanten Rundgang ohne viele Touristen fuhren wir weiter zu unserem Tagesziel Valladolid. Im Hotel Fundadores bezogen wir ein schönes Zimmer. Kurz danach machten wir uns auf den Weg ins Zentrum um uns im Restaurant Augustin Gusto mit Mexikanischem Essen verwöhnen zu lassen.
5.11.2025
Unser Ausflug führte uns in die Maya Stätte Chichen Itza die täglich bis zu 10‘000 Touris besichtigt wird. Die kommen mit den Bussen aus Cancun und Tulum um diese grösste und bekannteste Maya Anlage zu bewundern. Zum Glück waren wir früh und konnten den Massen noch etwas ausweichen. Es ist wirklich eine sehr eindrückliche Anlage und wird als neues Weltwunder betrachtet. Man muss jedoch auch erwähnen, dass die Anlage saniert wurde weil sie vom Dschungel überwuchert war. Es liegt bei dieser gewaltigen Anlage noch viel unter dem Dschungel begraben. Viele Rätsel um die Maya Kultur liegt noch im Dunkel und man weiss auch nicht wieso die Maya ihre Städte verlassen haben. Auf dem Rückweg zum Eingang strömten uns Massen von Touris entgegen und der Parkplatz war mit Cars und Autos überfüllt. Zurück in Valladolid spazierten wir ins Restaurant und genossen ganz gemütlich einen Taco. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Mittagsschläfchen bevor es am Abend wieder ins Restaurant ging.
6.11.25
Unser Spaziergang führte uns zur Cenote Zazi die mitten in der Stadt liegt. Erstaunlich diese Cenoten. Yucatan ist eine Kalksteinformation die von unzähligen Höhlen und Kanälen unterspült ist. Wenn die unterirdische Strömung den Kalkstein in tausenden von Jahren ausschwemmt entstehen zum Teil riesige Höhlen. Dann kann es sein, dass die Decke der Höhle einbricht und so entsteht eine Cenote die mit Süsswasser gefüllt ist und den Mayas als Trinkwasser diente. Der Grundwasserspiegel ist ca. 25m tiefer als die Erdoberfläche. Albert genoss ein erfrischendes Bad und ich schaute zu weil mich mein Husten und das Fieber plagte. Zurück im Hotel ging ich ins Bett und Albert machte einen Ausflug nach Rio Lagartos wo er einen Bootsausflug unternahm und Flamingos sah. Ich schlief den ganzen Nachmittag was mir sehr half. Am Abend konnten wir dann ein gemeinsames Essen geniessen.
7.11.2025
Unsere heutige Weiterfahrt führte uns nach Merida. Doch zuerst schauten wir uns noch den Konvent San Bernardino an. Er gilt als das 2. grösste Franziskanerkloster in Yucatan. Es wurde von 1552 – 1560 gebaut. Heute ist es ein Museum mit sehr wenigen Ausstellungsstücken. Bei unserer Besichtigung sahen wir ein Filmteam bei der Vorbereitung für einen religiösen Film. Vor der Weiterfahrt gingen wir in ein nahes Cafe und staunten über die Einrichtung. Das Cafe wurde in einem alten Fotostudio eingerichtet. Da standen alte Balg- und andere Fotoapparate sowie diverses Atelier-Equipment.
Wir setzten uns in Bewegung und unser Navi führte uns zu einer Autobahneinfahrt die es nicht gab. Also fuhren wir auf Nebenstrassen, was interessant ist, bis zur nächsten Autobahneinfahrt und erreichten Merida um 14.00 Uhr. Dies war noch zu früh für den Zimmerbezug um 15.00 Uhr. Unser erster Erkundungsspaziergang führte uns ins Zentrum zur Plaza Major. Dabei erfuhren wir, dass es heute Abend eine Pelota (Ballspiel) Vorführung der Maya vor der Kathedrale gibt. Der Ball muss mit der Hüfte durch einen Ring gespielt werden. Bei den Mayas war dieses Spiel sehr beliebt und die Überlieferung sagt, dass die Verlierer zum Teil den Götter geopfert wurden. Auf der Dachterrasse des Restaurant Pincheta, mit Blick auf die Kathedrale, genossen wir unser Abendessen. Natürlich schauten wir der Vorführung des Ballspiel zu bis der Regen uns auf den Heimweg schickte.
8.11.2025
Märkte haben immer etwas faszinierendes. Also machten wir uns auf den Weg. Es war nicht nur ein einfacher Markt sondern ein ganzes Quartier mit unzähligen Hallen und Gassen. Uns interessierte nicht der Touris-Markt sondern der Einheimische. Da spürt man das Leben und Pulsieren der jeweiligen Stadt. Aufgeteilt in Gebiete für Fisch, Fleisch, Geflügel, Gemüse, Blumen usw. waren wir fasziniert von diesem Markt. Auch die Qualität war Top. Beim Fischstand roch man nicht den Fisch was von der Frische der Ware zeugte. Beim Fleisch flogen keine Fliegen um die Ware und beim Gemüse und Obst sahen wir nichts faules. Da würde auch ich immer Einkaufen. Am Nachmittag stiegen wir in den Touribus und liessen uns durch Merida kutschieren. Den Abend verbrachten wir im Bayrischen Bierhaus mit Brezen, Weisswurst, Currywurst und natürlich Bier. Das Lokal war perfekt gestaltet und man fühlte sich wirklich wie in Bayern….wenn die teilweise spanische Beschriftung nicht gewesen wäre. War irgendwie schräg das Ganze, solch ein Lokal in einer Kleinstadt in Mexiko anzutreffen, aber wir haben es sehr genossen.
9.11.2025
Weiter geht unsere Fahrt nach Campeche, wobei dies nicht auf direktem Weg geschah sondern über Celestun. In einer Lagune kurz vor Celestun entdeckten wir ein paar Flamingos die uns zu einem Zwischenhalt zwangen. Am Strand von Celestun genossen wir ein feines Ceviche und schauten aufs Meer hinaus. Wir staunten über den leeren Strand mit vereinzelten Touris. Als wir dann langsam aufbrachen kamen doch noch ein paar Menschen mehr an diesen schönen Strand.
In Campeche angekommen bezogen wir unser Zimmer im Plaza Colonial und spazierten danach ins Zentrum. Hier nennt sich der Hauptplatz nicht Zocolo sondern Plaza de la Indipendenzia. Wir hatten Glück und konnten einem Gratis Konzert mit Gitarren zuhören bevor uns der Regen überraschte. So begaben wir uns ins Restaurant Casa Veja und schauten während dem Essen auf der gedeckten Terrasse dem Treiben auf dem Platz zu.
10.11.2025
Schon früh machte ich mich auf den Weg nach Edzna. Albert verspürte keine Lust alte Steinhaufen anzuschauen, so machte ich mich alleine auf den Weg. Knapp eine Stunde später erreichte ich Edzna um 8.30 Uhr. Unglaublich aber dieser archäologische Ort wird von sehr wenigen Touristen besucht und der Eintritt kostet nur 100 Peso (ca. Fr. 4.50). Die Anlage wurde sehr gut restauriert und wird auch gut gepflegt. Man sieht noch einige Steinhaufen die vom Dschungel überwachsen sind. Ich spazierte fast alleine durch diese Anlage und hätte es sehr genossen wenn mich die unzähligen Moskito nicht begleitet hätten. Als dann ein wenig Wind aufkam wurde es viel besser mit den Plagegeister. So sass ich ca. 30 Minuten ganz alleine an einem schattigen Ort und lies diesen Ort auf mich einwirken. Nun ja, so ganz alleine war ich auch nicht denn es kamen noch 2 andere Touristen und die Anlage wird von unzähligen Echsen bewohnt. Zurück in Campeche spazierte ich ans Meer in der Annahme dort Albert anzutreffen. Dort war er jedoch nicht und so ging ich zurück ins Zentrum. Ich sah einen alten Eingang der Stadtmauer und konnte diese Befestigung besichtigen. Kurz nach meiner Rückkehr ins Hotel erschien auch Albert. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Büroarbeit bevor wir am Abend Essen gingen und ein junges Schweizer Paar antrafen.
11.11.2025
Eine lange Fahrt war angesagt. Das Ziel war Villahermosa, wobei dies nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach San Cristobal ist. Vor dem Start brauchte Albert einen Kaffee und ich einen Tee mit dem Pan dulce (ein süsses Gipfeli). Also spazierten wir ins Zentrum, steuerten ins erste Cafe und trafen die Schweizer vom Vorabend wieder, die ebenfalls ihr Frühstück vertilgten. Als wir uns dann auf den Weg machten war es bereits 9.00 Uhr. Wir fuhren dem Meer entlang, durch ausgedehnte Sumpfgebiete und kleine Siedlungen mit einfachen Häuser. Die Strassen sind in einem guten Zustand, abgesehen von den vereinzelten Schlaglöcher die wir Cenote tauften und den nervigen Schwellen bei den Siedlung oder unterwegs die nicht angezeigt wurden und uns fast durchs Autodach katapultierten. Nach 6 Stunden erreichten wir Villahermosa und bezogen unser Zimmer im Hotel Sleep Inn im Zentrum der Stadt. Also diese Stadt ist wirklich nur ein Zwischenhalt wert. Nicht einladend und am Abend mussten wir länger suchen und fanden nur ein einfaches Lokal mit lauter Musik die uns nicht gefiel.
12.11.2025
Wieder stand eine lange Fahrt vor uns. Von dem sumpfigen Flachland in die Berge von Chiapa. Zuerst ging es flott auf der Autobahn und guten Strassen voran. Dann lotste uns das Navi von Albert auf eine schmale Nebenstrasse mit Schlaglöcher und nicht markierten Schwellen durchs Gebirge, was durchaus interessant ist, bis wir mit etwas Mühe wieder auf die Schnellstrasse fanden. Bei einer Tankstelle machten wir einen Zwischenhalt um unsere Mägen zu beruhigen. Nach über 6 Stunden erreichten wir San Cristobal de las Casas und fuhren durch sehr enge Einbahnstrassen bis zu unserem Hotel Villas Casa Morada. Unser Zimmer war gross, schön aber saukalt. Zum Glück gibt es einen kleinen Elektro-Ofen der ein wenig Wärme ins Zimmer brachte. Also suchten wir unsere Winterausrüstung heraus inkl. Jacke und machten uns auf den Weg ins Zentrum. Da fanden wir ein schönes traditionelles Lokal. Mit einer heissen Suppe wärmten wir uns auf und Fleisch mit Maiskolben rundete das Essen ab. Auf dem Rückweg kamen wir bei der Plaza Major an einem Pavillon vorbei wo eine Band ein Gratiskonzert gab. Das gefiel uns so gut, dass wir eine Weile der Musik lauschten.
13.11.2025
Heute nahmen wir es gemütlich. Nachdem Albert seinen obligaten Kaffee genossen hatte machten wir uns in Winterkleider auf den Weg ins Zentrum. In den engen Einbahnstrassen, mit den meistens einstöckigen Kolonialbauten, liessen wir uns treiben. Natürlich durfte der Besuch von mir in der Kathedrale nicht fehlen während dem Albert draussen auf dem grossen Platz den Leuten zuschaute. Hier merkt man das man sich in einem Dorf ausserhalb der grossen Touristen Center befindet. Keine Hektik und viele Frauen in den traditionellen Kleider der Bergbevölkerung. Der Rock sah aus wie Tierfell, was es sehr wahrscheinlich auch war. Die Männer waren „normal“ wie wir gekleidet. Nach einem kleinen Imbiss ging es zurück ins Hotel. Albert machte ein Nickerchen und ich war mit Büroarbeit beschäftigt. Für die Homepage reichte die Zeit nicht. Ich bin schon glücklich wenn ich den Polarstep und mein Tagebuch aktuell halten konnte. Die Homepage werde ich zu Hause wieder aktualisieren.
14.11.2025
Auf sehr engen, kurvigen, mit Schwellen und Cenotes gespickten Strassen kämpften wir uns durch die Berge von Chiapa und den Dschungel. Doch nicht genug den zu unserem „Glück“ regnete es auch noch die ganze Zeit. Nach 7 Stunden, ohne Zwischenhalt, erreichten wir dann Palenque. Im Hotel Maya Palenque bezogen wir unser Zimmer. Etwas Müde setzten wir uns an den Pool, ohne Regen, und genossen fürs erste einen Willkommensdrink. Endlich wieder Temperaturen die uns gefielen sodass wir die Winterkleider unten im Koffer verstauen konnten. Dafür lag die Luftfeuchtigkeit bei gefühlten 100%. Weil uns der Platz am Pool so gut gefiel blieben wir gleich zum Abendessen sitzen.
15.11.2025
Was für eine lärmige Nacht. Die Strassenbaustelle hatte wohl eine 24 Stunden Schicht…..
Früh machten wir uns auf den Weg zu den Maya Ruinen von Palenque. So konnten wir diese interessante Stätte mit wenig Touristen bewundern. Dieser Ort ,mit seiner Bauweise, unterscheidet sich ein wenig von den anderen Anlagen die wir besucht hatten. Es scheint, dass hier ein anderer Stamm am Werk war. Als dann die Massen kamen machten wir uns auf den Rückweg. Dies jedoch mit einem Zwischenhalt beim Naturtierpark Aluxes. Was für ein herrlicher Tierpark der mit viel Rücksicht und Liebe in den Dschungel gebaut wurde. Hier konnten wir viele Tiere beobachten die in der freien Wildbahn wohl die wenigsten zu Gesicht bekommen. Was uns erstaunte war die Tatsache, dass wir in diesem schönen Tierpark nur wenige Besucher antrafen. Auf einem schmalen Weg durch den Dschungel spazierten wir an den verschiedenen Gehege vorbei, wobei diverse Vogelarten und die lauten Brüllaffen sich frei bewegen konnten. Wir fühlten uns wie Forscher und erhielten einen Eindruck wie es den Entdecker in diesem dichten Dschungel ergangen ist. Gerne blieben wir noch ein wenig länger an diesem friedlichen Ort bevor es zurück ins lärmige Hotel ging. Am Abend gingen wir in ein nahes Restaurant und liessen uns bei Live Musik verköstigen.
16.11.2025
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg von den Bergen ins Flachland. Da trafen wir auf Palm-Plantagen und Rinderzucht. Auch stiessen wir auf vereinzelte Sumpfgebiete und Dschungel. Erstaunlich dass hier der Dschungel noch vorhanden ist und nicht alles kultiviert wurde. Was uns jedoch am meisten imponierte waren die Strassenüberführungen für Brüllaffen. Wir brauchten jedoch einen Moment um zu verstehen was diese komische Konstruktion mit Drahtseilen in luftiger Höhe sind. Dank den Hinweisschilder auf Affen kamen wir dann zu diesem Schluss. 6 Stunden später erreichten wir dann Xpujil und bezogen einen Bungalow mitten im Dschungel mit dem Namen Eco Aldea Kinich Ahau. Ein Bungi auf 2 Geschossen, mit Küche, Wohnen, Essen, Bad im EG und dem Schlafbereich im OG. Das ist einmal etwas anderes und es gefiel uns sehr. Also war jetzt ein Bierchen angesagt und weil das nächste Restaurant weit entfernt lag blieben wir an diesem friedlichen Ort zum Abendessen.
17.11.2025
Heute wollten wir die Umgebung erkunden. So wurde uns vom Besitzer ein Steinhaufen ca. 30 Autominuten von hier empfohlen. Also machten wir uns auf den Weg nach Hormiguero. Na ja…… je näher wir dem Ziel kamen umso schlimmer wurde die Strasse, wenn man von Strasse sprechen kann. Es war eher ein Schlammweg der uns bei einem besonders schlammigen Abschnitt zur Rückkehr zwang wenn wir nicht stecken bleiben wollten. Wir waren auch die Einzigen auf dieser Strecke und hatten keine Lust hier stecken zu bleiben. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz bei einem idyllischen kleinen See den wir auf der Hinfahrt entdeckt hatten. Beim aussteigen donnerte ich mit dem Schienbein in die Autotüre und als ich sie schliessen wollte war mein Daumen dazwischen. Auuutsch, das fehlte gerade noch zu diesem „erfolgreichen“ Tag. Wieder zurück im Bungi war ein Bierchen, chillen und Wundverpflegung angesagt bevor es am Abend ins Restaurant ging.
18.11.2025
Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Laguna Bacalar. Diesmal war die Strecke kurz und die Strassen gut. So erreichten wir unser Ziel bereits nach 2 Stunden. Im Hotel Maria Maria bezogen wir ein grosses Zimmer mit Balkon und Sicht auf die Lagune. Unser erster Erkundungsspaziergang führte uns zur ca. 100m entfernten Lagune. Wir erkundigten uns über einen Bootsausflug und erfuhren, dass am nächsten Tag gar nichts geht weil es der Tag der Revolution ist. Da sei alles geschlossen und Bootsausflüge seien nicht erlaubt. Am Abend gingen wir in ein 3 Sterne Restaurant in der Nähe und genossen ein spitzen Menü mit Fisch in einem schönen Ambiente.
19.11.2025
Tag der Revolution…… Alles war ruhig und geschlossen doch wir fanden einen offenen Italiener der uns ein Frühstück servierte. Zurück im Hotel stiegen wir in unsere Badekleider, spazierten zur Lagune und verbrachten den Nachmittag mit schwimmen und faulenzen. Die Lagune ist eine Süsswasserlagune was uns ein wenig überraschte weil das Meer gleich dahinter liegt. Am Abend gingen wir zum Italiener und genossen eine feine Pasta.
20.11.2025
Per Zufall konnte ich einen Umzug zum Tag der Revolution verfolgen als ich zum Zoccolo spazierte um mein Frühstück beim Italiener zu geniessen. Natürlich blieb ich stehen und schaute mir den Umzug an. Alle Schulen und Vereine präsentierten in den Landesfarben ihre einstudierte Show. Am Schluss des Umzuges kam dann noch die Ortspolizei im Stechschritt und mit erhobenen Hauptes. Ein buntes Treiben und einen guten Einblick in die Kultur. Nach dem Frühstück spazierte ich wieder zurück ins Hotel und wir gingen zur Lagune. Für den Nachmittag buchten wir eine Bootstour durch die Lagune mit unserem Kapitän Manuel. Er erzählte uns viel über die Lagune auf der ca. 600 Schiffe verkehren. Wir hatten dann noch das Glück, dass wir die einzigen Passagiere waren. In früheren Zeiten soll es ein Piratennest gewesen sein mit einem Zugang zum Meer aber Heute ist alles Zugewachsen. Am Abend gab es Tacos in einem einfachen Restaurant und zur Verdauung einen Tequilla.
21.11.2025
Weiter geht unsere Reise zu unserem Tagesziel Tulum ,das am Meer liegt. Auf guten Strassen machten wir uns auf den Weg. Nach 2 ½ Stunden erreichten wir Tulum. Tulum wird zu einer Touristen Hochburg ausgebaut wobei die Hotels schneller als die Strassen wachsen die teilweise noch Ackerwege sind. Zum Glück gibt es jedoch noch keine Hotel-Silos wie in Cancun. Hier sind die Gebäude im Moment noch max. 3 – 4 geschossig. Mit etwas Mühe und durch eine Einbahnstrasse in falscher Richtung erreichten wir unser Hotel. Nach etlichen Versuchen mit dem Zahlenschloss wurde uns dann mitgeteilt, dass wir vor der falschen Hoteltür stehen. Das nächste Gebäude das genau gleich aussah und ebenfalls nicht angeschrieben ist, war dann das richtige Gebäude. Da funktionierte auch die Zahlenkombination die ich per Mail erhalten hatte. Wir erhielten das Apartment Nr. 13 im 3. Stock ohne Lift. Es ist ein grosszügiges Apartment mit gut eingerichteter Küche, Wohn-Esszimmer, Schlafzimmer und Bad. Vom Balkon hat man einen guten Blick in den schönen Garten mit Pool. Auf der Dachterrasse hat es einen Grill mit Tischen und Stühlen sowie einen „Eierkocher“. Das alles ist modern und sehr neu. Unser Ausflug führte uns ans Meer das ca. 6km entfernt ist. In einem Restaurant mit Meerblick genossen wir den Apero. Auf der Rückfahrt gingen wir noch in einen grossen Supermarkt einkaufen. So bestand unser Abendessen im Apartment aus Wurst, Käse, Oliven, Zucchetti, Gurken und einer Flasche Weisswein. Um den Tag abzurunden spielten wir noch ein Jazzi.
22.11.2025
Bereits um 7.00 Uhr wurden wir vom Wecker aus dem Schlaf geholt weil wir die Steinhaufen von Tulum vor den Touristenmassen besichtigen wollten. Dies sind auch die letzten Steinhaufen auf unserer Reise. Es ist auch die Einzige Anlage der Maya die direkt am Meer liegt. So standen wir um 8.30 Uhr bereits vor dem Eingang. Auf einer Felsklippe mit wunderbarer Meersicht wurde sie platziert und diente auch als Handelszentrum. Die jetzigen Bewohner sind nicht Nachkommen der Mayas sondern Leguane die sich hier anscheinend wohl fühlen. Da wir vor den Touristenmassen waren konnten wir gemütlich und in Ruhe diese Anlage besichtigen die sich wiederum von den anderen Anlagen unterschied. Unser Nachmittag Ausflug führte uns an die Beach Pescadores. Zum Leidwesen von Albert mussten wir 20 Minuten laufen weil der Strand für Fahrzeuge gesperrt ist. Das schreckt wohl auch viele Besucher ab denn der herrliche Sandstrand war mit sehr wenigen Personen bevölkert. So genossen wir diesen friedlichen Ort und schauten den Vögel zu die sich auf den Fischerbooten platzierten und nach Futter Ausschau hielten. In einem Strandrestaurant genossen wir Ceviche und Pulpo. Als wir dann endlich aufbrachen war es bereits stockdunkel. Zum Glück war der Weg recht gut beleuchtet sodass wir zurück zum Parkplatz fanden wo unser Fahrzeug ganz alleine stand. Auf unserem Weg zum Parkplatz konnten wir noch einen kleinen Fuchs im Gebüsch erblicken der wohl auf der Jagt war.
23.11.2025
Heute beschlossen wir einen Ausflug an die berühmte Playa del Carmen zu machen die eine Touristenhochburg ist. Nach einer Stunde fahrt erreichten wir den Ort. Mit etwas Mühe fanden wir einen Parkplatz in der Nähe der Fussgängerzone. Den Strand der von den meisten Hotels belegt ist gibt nicht viel her. Als Ausgleich gibt es jedoch unzählige Restaurants, Bars und Shops die von Touristenmassen bevölkert sind. Wir fanden ein kleines verstecktes Restaurant gleich neben den Fischerboote auf denen die Pelikanen nach Fischen Ausschau hielten. Natürlich genossen wir hier auch Meeresfrüchte mit einem kühlen Bier. Bevor wir wieder zurück nach Tulum fuhren spazierten wir noch durch die überfüllte Fussgängerzone und waren froh nicht diesen Ort ausgewählt zu haben. Das Abendessen genossen wir wieder in unserem Apartment mit Wurst, Chips und einer Flasche Wein.
24.11.2025
Nach der Endtäuschung von gestern gingen wir wieder an den schönen Strand von Tulum. Bei der Playa Pescadores genossen wir unseren letzten Strandtag in Mexiko. Ein schöner Abschluss unserer Mexikoreise. Das Abendessen im Apartment genossen wir mit Tonsalat, Tomatensalat, Zucchetti, Peperoni und natürlich einer Flasche Wein.
25.11.2025
Mein letzter Tag in Mexiko und der erste Tag in Belize. Daher habe ich den Tagebucheintrag auf Belize verlegt.
Somit schliesse ich Mexiko, wie immer mit den Worten:
Gracias e adios