3.12.2025

Eine lange Reise ist hinter mir. Aber alles der Reihe nach.

Gestern um 14.00 Uhr erschien der bestellte Taxi pünktlich beim Hotel. Er brachte mich zum Airport von Belize City wo ich in der langen Warteschlange ebenfalls anstand. Bei der Copa Air gab es nur einen Schalter der in Betrieb war. Dieser Airport sah eher nach einem Provinzflughafen aus und nicht nach dem Int. Flughafen der Hauptstadt von Belize. Als ich endlich am Schalter stand wurde mir mitgeteilt, dass ich der Passagier des Fluges sei der eine Gesamtkontrolle über sich ergehen lassen darf. Durch 2 Sicherheitsschleusen kam ich zum Gepäckförderband wo mein Koffer herausgepickt wurde. Ich musste ihn öffnen und ein Beamter durchwühlte meine ordentlichen, sorgfältig gepackten Kleider die danach wie ein Chaos aussahen. Wieder durch 2 Schleusen zurück in die Wartehalle um mein Ticket zu erhalten. Also sowas ist mir auch noch nie passiert. Pünktlich um 17.00 Uhr flogen wir ab nach Panama. Dort angekommen durfte ich den Flieger wechseln und weiter ging der Flug nach Santiago, dass ich kurz vor 6.00 Uhr erreichte. Nach den üblichen Grenzkontrollen und dem „gestürme“ der Taxifahrer stand ich in der Ankunftshalle. Also mein nächstes Ziel war ein ATM, eine SIM Karte und einen Bus zum Busterminal Sur. Nach dem ATM sprach mich wieder ein privater Taxichauffeur an und ich erklärte ihm, dass ich eine SIM Karte brauche. Er brachte mich zu einem fliegenden Händler bei dem ich mit viel Vorsicht eine Karte für 30 Tage kaufte. Erstaunlicherweise funktionierte sie und ich stieg demzufolge ins private Taxi das mich zum Busterminal Sur fuhr. Es war kurz vor 7.00 Uhr und alles war noch geschlossen. Um 7.00 Uhr öffnete ein Cafe. Ich setzte mich mit einem Tee, Pan dulce hinein, verbrachte die nächsten 4 Stunden mit Tagebuch führen und Polarstep aktualisieren. Pünktlich um 11.10 Uhr fuhr mein 1. Klasse Bus ab Richtung Constitucion. Jürg hat mir das Ticket organisiert. Um 16.30 Uhr erreichte ich Constitucion wo ich von Maria erwartet wurde. Jürg war bei der Arztkontrolle und Theorieprüfung für seinen Chilenischen Fahrausweis. Eine Geschichte für sich. Eine Stunde später erreichten wir dann Loanco, eine Siedlung im Nirgendwo wobei sein Grundstück noch etwas entfernt ist. Bei seiner Ankunft erfuhren wir, dass er die Theorieprüfung mit Hilfe des Experten bestanden hat. Nach dem Essen war dann das Kissen gefragt, dass mir viele Geschichten erzählte.

 

4.12.2025

Nach einer ruhigen Nacht hiess es heute auf nach Parral und dies aus 2 Gründen. Einerseits musste Jürg seine praktische Fahrprüfung (nach 50 Jahren) ablegen und 2. das Lavabo bei Marias Mutter montiert werden. Während dem Jürg seine praktische Fahrprüfung absolvierte war ich mit dem Lavabo im Bad beschäftigt. Bei seiner Rückkehr war das Lavabo montiert und zur Feier seiner bestandenen Fahrprüfung gingen wir Peruanisch Essen inkl. Pisco. Um 16.00 Uhr konnte er seinen neuen Fahrausweis abholen und wir machten uns auf den Rückweg nach Loanco. Natürlich wurde zu Hause der Fahrausweis nochmals gefeiert…….

 

5.12.2025

Heute war mein erster Arbeitstag in Jürg und Marias neuem Haus. Zuerst musste ich etwas Ordnung in Jürgs Chaos (nach meinen Begriffen) Baustelle bringen damit wir einen besseren Überblick kriegten. Dann war der Deckenlattenrost in der Küche angesagt. Als wir dies beendet hatten war noch der letzte teil einer Wand angesagt. Das späte Mittagessen genossen wir in einem Fischrestaurant in der Nähe am Meer. Dort gab es frischen Fisch und Ceviche, frischer kann man es nicht haben. Bei unserer Rückkehr mussten wir die Baustelle noch etwas aufräumen weil Jürg und Maria auf den morgigen Tag Gäste eingeladen haben.

 

6.12.2025

Samichlaustag……. Zuerst waren wir mit den Vorbereitungen für das heutige Fest beschäftigt. Beim prov. Grill auf der Baustelle musste ein Tisch gebaut und der Boden davor ergänzt werden. In der Zwischenzeit war Maria mit den Essensvorbereitungen beschäftigt. Eigentlich wollten wir den Esstisch auf die Terrasse aufstellen aber der starke Wind und die kühle Witterung zwang uns den Tisch im zukünftigen Esszimmer aufzustellen. Die Gäste erschienen pünktlich kurz nachdem wir mit den Vorbereitungen fertig waren. Jürg hatte den Grill angeworfen und das erste Fleisch bruzelte bereits darauf. Grillmeister Jürg bereitete zuerst die Würste für das Choripan (eine Art Hot Dog) vor währendem die Frauen mit den Salaten beschäftigt waren. Natürlich war das nicht nur eine trockene Angelegenheit denn es gab noch eine Bowle, Bier und Wein. Total waren wir 10 Personen die für eine Armee assen. Danach machte sich die ganze Gesellschaft mit dem Auto auf den Weg zu Christian, der Nachbar, wo das Fest mit Pisco und schöner Meersicht weiter ging. Als dann alles leergetrunken war machten wir uns auf den Heimweg. Es war wirklich ein lustiger, schöner und durstiger Tag mit viel bla bla.

 

7.12.2025

Heute Sonntag war die Fahrt zum Markt angesagt, der jeden Sonntag stattfindet. Auf dem Markt kauften wir Gemüse und Früchte für eine Armee ein. Anschliessend gingen wir in ein Fischerdorf zu einem späten Lunch, natürlich mit Fisch. Wieder zurück in Loanco musste Jürg und ich zuerst ein Nickerchen machen bevor wir auf die Baustelle gingen um den Duschenanschluss zu installieren. Morgen ist wieder ein Tag ohne viel Arbeit weil uns Christian zum Lunch eingeladen hat. Schauen wir mal…..

 

8.12.2025

Wie befürchtet war heute nichts mit Arbeiten. Das Einzige was heute arbeiten musste war der Mund und Magen und die kamen nicht zu kurz. Es war wieder lustig, durstig mit viel bla bla….

 

19.12.2025

Da ich „keine Zeit“ hatte fasse ich hiermit die letzten Tage zusammen was mir eigentlich sehr selten passiert.

Die Tagesabläufe waren mehr oder weniger immer die Gleichen. Nach dem Frühstück arbeiteten wir immer bis spät Abends, da es bis 21.30 Uhr hell war. Unterbrochen wurden wir nur um Marias Kochkünste zu geniessen. So konnten wir ein gutes Stück vorwärtskommen mit Jürgs neuem Haus. Wir kontrollierten die Ablaufleitungen auf ihre Dichtigkeit und mussten einiges verbessern oder ersetzen. Dann wurde die Gipsdecke in der Küche sowie im Gang EG montiert. Im Gang musste der Lattenrost zuerst gerichtet werden weil er nicht stimmte. Im Weiteren wurde die Wand im EG mit der Schiftung vorbereitet. Hier ist sich Jürg noch nicht sicher wie sie am Schluss aussehen soll. Auch eine Aufräumaktion wurde durchgeführt damit der Gipser die vorbereiteten Decken und Wände im EG spachteln und malen kann. Trotz der vielen Arbeit nahmen wir uns noch die Zeit für einen Ausflug nach Constitucion. Da wurde mir der spezielle Hafen gezeigten. Solch einen Hafen habe ich noch nie gesehen. Hier sind die Boote nicht in einem geschützten Hafen oder an Land gezogen, sondern stehen auf einer grossen Mole hoch über dem Wasser und werden mit einem Kran herunter gelassen. Dies wurde hier gemacht weil das Meer sehr unruhig ist und teilweise mit grossen Wellen an den Strand kommt. Daher sind die Fischerboote eher klein und alle haben fast die gleiche Grösse. Natürlich waren wir in einem Fischrestaurant fein Essen.

Ein Tag war auch Planungstag. So schauten wir uns das Bad mit der Platzierung der Apparate an sowie die Platteneinteilung. Dann besprachen wir die Details der Schiebetüren und zu guter Letzt war die Küche ein grosses Thema. Jürg vereinbarte Besprechungstermine in Santiago mit der IKEA, einem Küchenbauer sowie dem Beschläge Lieferanten.

Gestern war mein letzter Tag in Loanco und auch der Abschied von Jürg und Maria. Auf dem Weg nach Santiago machten wir einen Halt im Weingut Montes de Santa Cruz. Was für ein herrlicher Abschluss in Chile. In einem sehr schönen Weingut mit einer fantastischen, speziellen Küche assen wir gemütlich zu Mittag. Danach machte sich Maria auf den Rückweg nach Loanco und wir fuhren nach Santiago wo ich im Hotel Wyndham, nähe dem Airport, ein Zimmer gebucht hatte. Nach einem Drink verabschiedete ich mich von Jürg der in die Wohnung von Maria in Santiago fuhr. Es waren schöne Tage mit viel Arbeit und schöner Zeit die ich mit Jürg und Maria verbringen konnte. Dies wird in meiner Erinnerung bleiben und ich freue mich auf die Fotos von Jürg über die weiteren Arbeiten.

Nun sitze ich Reisefertig in meinem Hotelzimmer und warte auf das Taxi, dass mich auf die lange Heimreise bringt. Natürlich musste ich meine Garderobe auf die kalte Winterzeit in Italien anpassen indem ich wie immer auf das „Schalen-System“ setze.

 

20.12.2025

Gestern um 10.00 Uhr wurde ich mit dem Airport-Shuttle zum Flughafen gebracht. Nach dem Einchecken und den üblichen Kontrollen stand ich in der Wartehalle und wartete aufs borden. Pünktlich flogen wir ab und landeten in Madrid wo ich einen Aufenthalt von 3 Stunden hatte. Dann flogen wir nach Zürich und ohne Kontrolle kam ich schnell zu meinem Gepäck. Den ersten Zug zum Hauptbahnhof und dann mit dem ersten EC nach Como das ich nach 29 Stunden Totalreise müde erreichte. Colette holte mich am Bahnhof ab und wir waren glücklich wieder vereint zu sein. Am Abend kam dann noch Jacqueline mit Familie die die nächsten Tage bei uns verbringen bevor sie nach Schweden fliegen.

So schliesse ich hiermit wieder mein Reisebericht mit:

 

 

Gracias e adios