26.7. Das hatten wir schon lange nicht mehr, dass wir auf das Frühstück verzichteten, aber mit der extrem langsamen Bedienung blieb uns nichts anderes übrig. Das Personal erschien, als wir um 7.00 Uhr die Casa Holstein verliessen. 30 Minuten später erreichten wir den Autovermieter und gaben unser Fahrzeug nach 2‘080km zurück. Mit dem Shuttle wurden wir zum Flughafen gefahren, wo wir während der Wartezeit zum einchecken ein kleines Frühstück zu uns nahmen. Nun war auch klar, dass wir mit der Swiss flogen. Natürlich war überall Maskenpflicht und auch im Flugzeug während dem ganzen Flug. Um genügend Platz zu haben buchten wir Business und wurden von der Anordnung überrascht. Es war nicht die Business die man erwartet, sondern eine normale 3er Sitzreihe mit einem freien Platz dazwischen. In der „Holzklasse“ sassen 3 Personen nebeneinander, dies zu der Anordnung betreffend Social Distance. Um 15.00 Uhr landeten wir in Zürich und setzten damit nach 1 ½ Jahren wieder einmal unseren Fuss auf Schweizer Boden. Beim Ausgang wurden wir von Laura und Güni mit Kuhglocken-Gebimmel und einem Strauss Sonnenblumen empfangen. Natürlich gab es ein herzliches knuddeln, Corona hin oder her. Wir fuhren nach Oberrieden wo wir uns einrichteten. Da Laura für uns eingekauft hatte, konnten wir es gemütlich nehmen und die schöne Aussicht auf den Zürichsee geniessen. Nach 5 ½ Jahren ist dies der erste Sommer den wir in der Schweiz verbringen. Es ist schon etwas Spezielles wieder in der Heimat zu sein, doch trotz der grossen Freude ist es diesmal mit der Pandemie etwas anderes. Wie nun unsere Zukunft aussieht steht im Moment noch in den Sternen.

 

31.7. Wir leben uns langsam ein und durften bereits ein feines Abendessen bei Werni und Brigitte geniessen. Natürlich gab es da viel zu Quasseln und die Stunden verflogen im nu. Trotz Corona scheinen viele Leute in den Ferien zu sein, denn die sonst stark befahrene Alte Landstrasse ist „verdächtig“ ruhig. In nächster Zeit werden unsere Einträge wohl seltener und in grösseren Zeitabständen sein.

 

2.8. Den 1. August verbrachten wir zu Hause und schauten zwischendurch auf die andere Seeseite wo es einige private Feuerwerke zu bewundern gab.

Heute packten wir einen kleinen Koffer und machten uns auf den Weg nach Italien um Nonna zu besuchen. Wir wählten die Route über den San Bernardino, weil es beim Nordportal des Gotthard Stau gab. So fuhren wir mit Bewölkung los und erfreuten uns auf der Südseite an dem stahlblauen Himmel. Natürlich freute sich Nonna riesig und zur Feier des Tages gingen wir am Abend nach Lenno wo wir im Restaurant Plinio das Abendessen genossen und auf den See schauten. Kurz bevor wir fertig waren wurden wir noch mit einem heftigen Gewitter beglückt, sodass wir noch etwas länger sitzen blieben und ein weiteres Gläschen tranken.

 

9.8. Nach einer Woche mit schönstem Wetter, super Seesicht und ausgezeichnetem Essen verliessen wir Nona und fuhren zurück in die Schweiz. Da wurde Colette schon sehnlichst erwartet und konnte endlich ihre Enkelinnen, nach einem zögerlichen Nähern, herzhaft knuddeln. Sofort musste sie ihren Grossmami Pflichten nachkommen und verlor, zur grossen Freude der Kinder, beim Würstlispiel. Am Abend wurde dann der Grill angeworfen und kurze Zeit später brutzelten bereits die Würste darauf. Nach einem ereignisreichen Tag mit viel Geschnatter fielen wir dann ins Bett.

 

30.8. Wie die Zeit doch vergeht und dies wird sich wohl in nächster Zeit nicht gross ändern. Ändern werden sich jedoch unsere Einträge. Diese werden, wenn überhaupt, nur noch sporadisch ergeben, wenn es etwas Spezielles zu erwähnen gibt. Wohl oder übel wird es in nächster Zeit keine Reisen geben, da es fast keine „sicheren“ Länder gibt. Wir pendeln nur zwischen der Schweiz und Italien und da Como an der Schweizer Grenze liegt ist dies ein kurzes pendeln. Zwischendurch besichtigten wir den Bruno Weber Park in Bergdietikon bei schönstem Wetter. Leider ist dieses imposante Gesamtkunstwerk nicht vollendet, weil Bruno im 2011 verstarb. Wir kamen in den Genuss einer Privatführung von Frau Weber durch die Privatgemächer dieses faszinierenden Künstlerpaars. Colette war dann noch mit ihrer Familie im Conny Land, zur grossen Freude der Kinder. Gestern wurde dann noch der Geburtstag von Nona uns Laura, bei miesem Wetter, in Lauras Wohnung gefeiert. Ein schönes Fest bei dem sich die ganze Familie wieder einmal traf. Entgegen den anderen Schweiz Besuche in den letzten Jahren, kamen diesmal unsere Freunde zu kurz. Da wir diesmal jedoch etwas länger bleiben können wir es gemütlich angehen und freuen uns darauf.

 

14.9. Wieder einmal konnten wir ein schönes Topi Weekend bei strahlendem Sonnenschein verbringen. Am Samstag trafen wir uns im Migros Restaurant in Horgen, was für uns sehr nahe war. Nach einer kurzen Begrüssung, mit Social distance, gab es die Reiseinformationen von Koni. Alle wurden mit Reiseroute, Kartenausschnitten und dem Reiseplan ausgerüstet. Auf dem Bahnhofplatz standen dann 14 Topolinos wie auf einer Perlenschnur aufgezogen und wurden natürlich von den vielen Passanten bewundert und fotografiert. Achtung, fertig, los und die Topi-Kolonne setzte sich in Bewegung. Bereits bei der ersten Abzweigung nach Horgen teilte sich die Kolonne. Die Einen fuhren nach Wädenswil und die anderen Richtung Horgenberg. Kurz vor Schindellegi fanden sich dann die 2 Gruppen wieder und fuhren gemeinsam weiter bis nach Oberiberg. Da der Parkplatz vor dem Restaurant Musfalle für unsere Mäuschen zu gefährlich erschien, parkierten wir auf dem grossen Parkplatz in der Nähe. Während die Topis sich von dem Aufstieg erholten, füllten sich die Fahrer und Beifahrer mit einem reichhaltigen Fitnessteller die Mägen. Frisch gestärkt folgte nun der steile Aufstieg auf die Ibergeregg und auf der anderen Seite die rasante Abfahrt nach Gersau. Wir waren nicht der einzige Oldtimerclub unterwegs. So begegneten wir dem Triumpf Stag Club was natürlich zu einem kräftigen Winken und gehupe führte. In Gersau nahmen wir dann die Fähre nach Beckenried und kurze Zeit später konnten wir dann im Hotel Engel ein Zimmer beziehen. Um 17.30 Uhr hiess es dann Abmarsch. Mit der offenen Standseilbahn und danach mit der speziellen Cabrio Bahn ging es aufs Stanserhorn. Die Luftseilbahn, Cabrio Bahn, fährt auf 2 Tragseilen und hat ein Terrassendeck mit wunderbarem Rundblick. Solch eine Konstruktion haben wir noch nie bei einer Luftseilbahn gesehen und war für uns eine Premiere. Vom Stanserhorn hat man einen sehr schönen Ausblick auf den Vierwaldstättersee und die umliegenden Berge. Leider war es etwas dunstig, sodass die Weitsicht ein wenig getrübt war. Während dem Apéro rief Koni alle zusammen und erzählte die Geschichte von Blacky, Ugo’s Topi, der zuvor Louis gehörte. Dann breitete Koni den roten Teppich ( Oranges Badetuch ) aus und Ugo erhielt die Goldene Plakette die Louis Schwester in seinem Nachlass gefunden und Koni übergeben hat. Das Gold Register wurde von Ettore Forte geführt, der immer die unglaublichen Treffen in San Pellegrino und dem Lago d’Iseo organisierte. Natürlich freute sich Ugo riesig über diese Plakette und wird sie dementsprechend mit dem Diplom und dem Foto in Ehren halten. Gemäss Koni, sei dies der einzige Topi im Topolino Club Zürich mit solch einer Auszeichnung. Dann ging es in den Esssaal des Bergrestaurants wo ein sehr üppiges Essen serviert wurde. Mit übervollem Bauch fuhren wir dann wieder hinunter und genehmigten uns noch einen Schlumi bevor wir müde und glücklich ins Bett fielen.

Nach einer unruhigen Nacht sassen wir um 8.00 Uhr am Frühstückstisch bis es dann um 10.00 Uhr hiess, Abfahrt. Erstaunlicherweise kamen wir mit unserer Kolonne gut durch den sonntäglichen Verkehr von Luzern und parkierten unsere Topis im grossen Parkhaus beim KKL. Um 11.00 Uhr hatten wir eine sehr interessante Führung durch dieses Meisterwerk des Stararchitekten Jean Nouvelle. Für uns war es das erste Mal in diesem Gebäude und hoffentlich nicht das letzte Mal. Sicher ist ein Konzert in diesem eindrücklichen Saal etwas Spezielles. Nach dem individuellen Mittagessen spazierten wir durch die Altstadt und über die historische Kappeler- Brücke, wie das Touristen üblicherweise machen. Natürlich waren wir an diesem Prachtstag nicht die Einzigen. Über schöne „Topi-Strassen“ durch die Luzerner und Zuger Landschaft fuhren wir dann auf den Hirzel wo wir im Restaurant Rigiblick einen Abschiedstrunk und unser Abendessen genossen. Die Rückreise wählten wir dann den Weg über den Horgenberg und genossen das Bure-Parfüm und den Blick auf den Zürisee. So gingen 2 wunderschöne Tage mit viel Sonne, schöner Landschaft, viel Geschnatter glücklich zu Ende.