7.9. Nach fast 3 Stunden Flug erreichten wir Papeete bei Dunkelheit, wurden erwartet und ins Hotel Tahiti Nui gebracht. Welch ein Unterschied nach den friedlichen Cooks. Das Hotel liegt mitten in der Stadt an einer sehr lärmigen Strasse und hat undichte Fenster „damit“😉 man den Strassenlärm besser mitbekommt. Zum Glück müssen wir nur 2 Tage an diesem Ort verbringen. Endlich haben wir wieder ein funktionierendes Internet somit können wir unsere „Hausaufgaben“ machen. Das Abendessen nahmen wir im teuren Hausrestaurant zu uns.

 

9.9. Der einzige Vorteil dieses Hotels war, das gut funktionierende Internet, für Südseeverhältnisse und so sassen wir gestern Sonntag fast den ganzen Tag im Zimmer und machten unsere Homepage wieder flott. Trotz der vielen Touristen ist hier am Sonntag alles geschlossen. Selbst bei den Restaurants ist es schwierig ein offenes zu finden. So spazierten wir Richtung Hafen und fanden das vermeintlich offene geschlossen. Also spazierten wir durch die Menschenleeren Strassen und fanden eine offene Bar mit dem Namen Bora Bora, unserem nächsten Reiseziel. Das Essen war einfach, günstig, gut und das Bier schön kühl, was will man mehr.

Mit etwas Verspätung wurden wir Heute im Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Als die Propeller bereits eine Zeitlang liefen, wurden sie wieder abgestellt und wir erhielten die Durchsage, dass es irgendwelche Probleme mit dem Bordcomputer gebe. Der Techniker sei bereits unterwegs und wir sollen auf unseren Plätzen sitzen bleiben. Mit einer Stunde Verspätung hoben wir dann ab und landeten 45 Minuten später in Bors Bora. Wenn die Fenster nicht so dreckig gewesen wären, hätten wir noch einen schöneren Blick auf die Insel mit dem türkisfarbenen Meer gehabt. Der Flugplatz liegt auf einem eigenen Motu (Insel) und so fuhren wir mit einer Fähre auf die Hauptinsel. Da wurden wir erwartet und zur Zufahrtsstrasse der Rohotu Fare Lodge gefahren. Mit dem Land Rover von Nir ging es dann die letzten 100m den steilen Weg hinauf. Vom Parkplatz kann man den kleinen Durchgang ins Gebüsch kaum erkennen. Auf einem schmalen Weg, man fühlt sich wie im Dschungel, ging es zu unserem Bungi mit dem Namen Navenave. Als wir dann das sehr grosszügige Holzbungi betraten, sagten wir nur noch Wooow und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mit viel Fantasie und Liebe wurde der Bungi mit schönen Antiquitäten eingerichtet. Dann kam noch die Terrasse mit dem Blick über den Dschungel auf die Blaue Lagune. Ein traumhafter Ort, so richtig zum Relaxen. Einzig man muss ca. 10 Minuten hinunter zur Lagune spazieren, wenn man seine Füsse ins warme Wasser tauchen möchte. Aber da wir ja noch genügend Möglichkeiten haben ins Wasser zu hüpfen, ist dies für uns nicht so wichtig an solch einem Ort. Mit Nir fuhren wir dann zum Supermarkt und deckten uns mit Lebensmittel ein da unser Bungi eine kleine Küche hat, die mit allem ausgerüstet ist. So kochten wir am Abend eine feine Pasta, sassen auf der Terrasse und genossen diesen friedlichen Ort.

 

11.9. Gestern Abend gingen wir ins Bloody Mary Restaurant, das auf Bora Bora ein absolutes Muss ist. Es besteht seit 40 Jahren und hat die beste Küche auf der Insel. Der Maki (Fisch), den es nur hier gibt und der Marlin zum Hauptgericht, ein Tuna Sashimi zur Vorspeise und Wein verwöhnten unsere Mägen. Natürlich sind die Preise dementsprechend aber die Qualität gerechtfertigt dies auch.

Heute mieteten wir den Ford Focus von Nir und machten uns auf den Weg die Insel zu umfahren. Gemäss Nir benötigt man dazu ca. 1 Stunde, wenn man gemütlich zufährt. Das hatten wir natürlich nicht im Sinn, denn wir wollten ja auch etwas sehen. Bei einem Stopp konnten wir einen Polynesier beobachten der im Wasser sass, kleine Fische schälte und roh ass. Um ihn herum schwamm zuerst einer, dann zwei und gegen Ende drei Stachelrochen. Er versuchte auch die Rochen mit den Resten zu füttern, aber die umherfliegenden Vögel waren schneller. Wir hielten noch an einigen anderen Orten und vor dem Supermarkt wo wir uns wieder mit Lebensmitteln eindeckten, da wir beschlossen hatten unsere Küche wieder zu benützen.

 

15.9. Wir unternahmen keine weiteren Ausflüge, sondern genossen den Frieden und die Aussicht. Nach der schlechten Erfahrung beim Essen im Yacht Club wollten wir kein neues Experiment machen und entschieden uns nochmals für das Bloody Mary. Es hatte nicht so viele Gäste und so war es noch gemütlicher, weil wir die Rückfahrzeit selber bestimmen konnten. Wir genossen das Essen, das Ambiente und die traditionelle Musik, die von einem Trio gespielt wurde.

Der Abschied viel uns heute nicht ganz leicht und wir kamen noch in den Stress, denn als wir uns entschieden die 4 Stunden Wartezeit lieber auf dem Flugplatz zu verbringen, als uns von den Moskitos in der Bibliothek fressen zu lassen, hatten wir noch 5 Minuten Zeit die Fähre zu erreichen. Wir kamen in dem Moment an als die Brücke zur Fähre zurückgeschoben wurde. Für uns wurde sie nochmals installiert und so konnten wir die Fähre in letzter Sekunde besteigen. Von Nir konnten wir uns nur noch im Flug verabschieden, was uns natürlich sehr leidtat, weil er ein so herzlicher Gastgeber ist. Nach 4 stündiger Wartezeit, ohne Moskitos und Blick auf die Hauptinsel, hoben wir ab und landeten 20 Minuten später in Maupiti. Mit dem Boot ging es dann auf einen kleinen Motu (Insel) wo wir im Papahani einen einfachen Bungi bezogen. Auf dieser Insel gibt es keine Strassen sondern nur Trampelpfade. Hier gibt es auch nur vereinzelte Hütten und kein Resort und Restaurants. Am Abend sassen wir im offenen Essraum und genossen mit 6 weiteren Gästen ein sehr schmackhaftes Büfett mit frischem Tun-Sashimi. Da es hier nichts gibt als das türkisblaue Meer und die grüne Insel werden wir die Ruhe und den Frieden geniessen.

 

20.9. Welch herrliche 5 Tage haben wir hinter uns. Wir konnten sogar den Bungi wechseln und hatten von der Terrasse einen herrlichen Blick aufs Meer mit seinen faszinierenden türkis Farben. Einen Tag waren wir sogar nur zu Viert und dann wieder zu Acht. Die zweite Gruppe war besser zusammengewürfelt und so wurden wir immer nett von der Chefin darauf aufmerksam gemacht, dass jetzt Bettzeit ist indem sie das Licht des Essraums löschte. Es überraschte sie auch, dass wir keine Ausflüge unternahmen, sondern nur auf der Terrasse oder unter dem grossen Baum auf dem Stuhl sassen und ein Buch lasen. Als Abwechslung hüpften wir ins warme Meer oder beobachteten Stachelrochen und Riffhaie die vom Chef gefüttert wurden. Welch friedliche Zeit die wir hier verbringen konnten.

Heute mussten wir früh aufstehen, denn um 7.00 Uhr verliessen wir mit dem Boot die Insel Richtung Airport. Der Airport besteht aus einem offenen Unterstand und einer Hütte die als Kiosk dient. So etwas wie Sicherheitskontrollen kennt man hier nicht und so spazierten wir über die Piste zum Flugzeug und landeten 20 Minuten später in Raiatea wo wir erwartet wurden und zur Fare Vai Nui Anlage gefahren wurden. Mit dabei waren Katrin und Alfred mit denen wir 3 Tage auf Maupiti verbrachten. Für den Bungibezug war es zu früh und so mussten wir bis nach dem Mittagessen warten um den kleinen aber sehr schön eingerichteten Bungi zu beziehen. Nach all dem „Stress“ mussten wir ein kleines Nickerchen machen.

 

21.9. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und standen kurz nach 10.00 Uhr im Büro des Manager um unsere Rechnung zu begleichen. Auf die Frage ob das bestellte Taxi wie abgemacht um 10.30 Uhr hier sein kam die Antwort, nein es sei auf 11.00 Uhr bestellt. Etwas verärgert sagten wir, dass wir spätestens um 11.00 Uhr am Hafen sein müssen, gemäss unserem Voucher und die Fahrt dorthin 30 Minuten dauert. Also rief er das Taxi an und erwähnte, dass er sich beeilen muss. Um 10.45 Uhr erschien dann das Taxi und machte sich gemütlich auf den Weg. Inzwischen waren wir etwas nervös, weil speziell darauf hingewiesen wurde, dass wir spätestens um 11.00 Uhr am Hafen sein sollten. Als wir dann um 11.15 Uhr am Hafen ankamen sagte der Taxifahrer, dass dies der falsche Ort sei und fuhr zum naheliegenden Jachthafen der auch die Basis der Archipel Cruises ist. Dort angekommen sahen wir viele Katamarane und auf die Frage welcher unser sei, kam die Antwort….keiner!?! Unser Katamaran stehe beim Hafen bereit. Nun waren wir wirklich ärgerlich auch wenn der Taxifahrer sich 100-mal entschuldigte, sahen wir unser Boot bereits davon segeln. So erreichten wir um 11.30 Uhr wieder den Hafen und hatten bereits unsere Entschuldigung für die Verspätung bereit, wenn sie auf uns gewartet haben. Wir sagten uns auch, das ist ja ein super Einstieg für die Pünktlichkeit der Schweizer. Beim einzigen Katamaran der an der Quai Mauer angebunden war fragten wir 2-mal vorsichtig ob dies unser Boot sei. Auf das positive nicken, beeilten wir uns das Gepäck auf das Schiff zu stemmen. Bevor wir unsere Entschuldigung anbringen konnten, wurde uns mitgeteilt, dass wir erst um 12.00 Uhr einschiffen können. Etwas Konsterniert standen wir auf der Mauer und stellten dann fest, dass nur die Crew und keine Touris auf dem Boot waren. Also die ganze Aufregung für die Katz. Kurz vor 12.00 Uhr trafen dann alle Gäste sich auf der Quai Mauer und stellten fest das wir eine Internationale Gruppe sind. Unsere Gästeschar kam aus Frankreich, Deutschland, Peru, Italien, Hongkong und wir aus der Schweiz. Nach einer 1-Stündigen Info gings dann endlich los. Der erste Halt war auf der Nachbarinsel Taha’a wo wir die erste Schnorchel Tour machten. Ach ja, unsere Crew besteht aus dem Skipper Wen, seiner Frau die Köchin und dem Schiffsjungen, der Mädchen für alles ist. Den ersten Vorgeschmack der Küche erhielten wir am Abend und fielen danach mit prall gefüllten Bäuchen in unserer Mini Kabine aufs Bett.

 

22.9. Bereits um 7.00 Uhr sassen wir beim Frühstück, denn um 8.00 Uhr hiess es Anker lichten und Kurs auf Bora Bora nehmen. Bis über die Riffkante fuhren wir mit den Motoren und danach wurden die Segel gehisst. Die Navigation ist über den Computer der vom GPS-Signal gesteuert wird. Der Katamaran kann von 2 Orten gesteuert werden. Nur wenn etwas am Kurs geändert wird oder ein Manöver ausgeführt werden muss, sieht man den Skipper am Ruder. Ansonsten spaziert er gemütlich im Schiff herum und hilft auch in der Küche mit oder hält einen Schwatz mit den Gästen. Daran muss man sich schon etwas gewöhnen, wenn „niemand“ das Boot steuert. Die Überfahrt nach Bora Bora war ziemlich ruppig und 2 konnten die Fische füttern. Ausserhalb dem Riff von Bora Bora, konnten wir dann noch mit den Riffhaien schnorcheln. Wen nahm einige Happen für die Haie mit, die anscheinend dieses „Spiel“ kennen und knapp an uns vorbeischwimmen. Nun so ganz wohl ist es einem nicht denn die Haie sind ca. 1.00 – 1.50m lang. Dann kam noch die „Freundin“ von Wen die ca. 2.50 – 3.00m lang war und 2 Putzerfische um sich hatte. Da kriegt man dann schon eine Gänsehaut bei diesem Anblick im Wissen, dass man keine Chance gegen solch ein Tier hat. Welch ein Erlebnis und Abenteuer. Weiter ging die Fahrt über das Riff zum nächsten Ankerplatz, wo wir dann mit den Stachelrochen schnorcheln konnten. Auch hier fütterte Wen die Tiere, die sogar an ihm hochschwammen um einen Happen zu ergattern. Sowas kriegt man nicht alle Tage zu sehen und das Feeling zwischen den vielen Fischen herum zu schwimmen. Beim nächsten programmierten Stopp konnten wir nicht ins Wasser, weil der Wind und die Strömung zu stark waren. So fuhren wir zum Ankerplatz wo wir die Nacht verbrachten.

 

23.9. Heute Morgen um 7.00 Uhr war der Schnorchelgang zu den Mantas angesagt. Wieder stiegen wir in das kleine Gummiboot (Dhingy) und fuhren zum vermeintlichen Ort. Die Strömung war ziemlich stark und das Wasser ziemlich trüb vom Plankton. Nach 30 Minuten konzentriertem suchen mussten wir abbrechen und fuhren ein wenig endtäuscht zurück zum Boot. Wir befinden uns immer noch auf Bora Bora und fuhren weiter zu der Stelle wo es Tiger-Rochen geben soll. Diesmal bekamen wir 2 Tiere zu sehen. In der starken Strömung war es gar nicht so einfach mit diesen Tieren mitzuhalten. Danach war ein Pic-Nic und planschen auf einem Motu angesagt. Unser kleiner Spaziergang dem Strand entlang führte uns zu einem Künstler der auf dieser Insel lebt und Aquarell-Bilder verkauft. Wir glauben mit dem „Reserve-Pneu“(Bauch) der langsam bei uns grösser wird, müssen wir keine Angst haben zu ertrinken.😉

 

24.9. Um 8.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück nach Raiatea, das wir nach 4 Stunden erreichten und ankerten vor Taha’a. Auf dem Programm stand die Besichtigung einer Perl-Farm. Da wurde uns der ganze Prozess der Perlzucht erläutert. Für den sehr heiklen Einsatz der Grundperle sind die feinen Hände der Chinesen gefragt. „Erfunden“ und entwickelt wurde die Perlzucht in Japan. Hier in der Südsee gibt es die berühmte Schwarze Tahiti Perle. In ca. 8 Stunden setzt ein Arbeiter 400 Grundperlen ein, die dann 18 Monate weiterwachsen und die Perle um die Grundperle bildet. Eine sehr informative Führung die uns da geboten wurde. Bei unserem Ankerplatz war dann wieder schnorcheln angesagt und wir konnten in einem Korallengarten die Vielfältigkeit der Fische beobachten. Nach mehreren Jahrzehnten spielte Ugo am Abend eine Partie Schach gegen Margarita und verlor.

 

25.9. Heute legten wir am Hafen von Raiatea an und machten eine kleine Inseltour. So besichtigten wir eine Vanille-Farm die auch noch eine Perlenzucht hat. Da erhielten wir auch einen Geschichtsunterricht über den Pazifischen Octopus der ein Dreieck bildet. Die Ecken sind Hawai, Neuseeland und die Osterninseln. Im Zentrum ist Raiatea von wo aus die Mahoi diese Inselwelt mit ihren Schilf- und Holzbooten besiedelten. Nach 3 Stunden waren wir wieder auf dem Boot und verdrückten wieder ein opulentes Mittagessen. Beim nächsten Ankerplatz, wir sind immer noch auf Taha’a, konnten wir entscheiden ob wir an Bord oder an den Strand wollten. Wir entschieden uns für das Boot und genossen die Ruhe an Bord und einen Sprung ins warme Wasser.

 

26.9. Mit ziemlich ruppigem Wellengang fuhren wir mit den Motoren in 4 Stunden nach Huahine. Mit den Segeln hätten wir gemäss Wen mindestens die doppelte Zeit benötigt und bei diesem Wellengang hätte es keinen Spass gemacht. Beim Ankerplatz füllten wir wieder unsere Mägen und beim anschliessenden schnorcheln in einem schönen Korallengarten fütterten wir die Fische mit Brot. Welch ein Erlebniss die vielen farbigen Fische zu beobachten, wenn sie versuchen das Brot aus der Hand zu schnappen. Da entdeckten wir eine ca. 1.50m lange Moräne die aus ihrer Höhle herausschaute und ihr imposantes Gebiss zeigte. Also zu nahe möchte man diesen Zähnen nicht kommen. Wieder an Bord konnten wir uns für die Beach oder das Boot entscheiden. Wieder entschieden wir uns für das Boot. Inzwischen haben sich 2 Gruppen gebildet. Die Französische und die Internationale. Unsere Gruppe besteht aus den Hongkonger Emely und Chris, Deutsch-Peru mit Rene und Margarita und wir. Die Italiener haben sich ein wenig abgesondert auch wenn Ugo zwischendurch versuchte mit ihnen zu sprechen.

 

27.9. Nach dem Frühstück gingen wir an Land und machten eine 3-stündige Inselrundfahrt. Mit dem Englisch sprechenden Guide und Fahrer ging es zu einem Aussichtspunkt von wo wir einen schönen Blick auf die grüne Insel hatten. Voller Stolz wurde uns dann die längste Brücke von Franz. Polynesien gezeigt. Sie ist ca. 50m lang und verbindet die beiden Inselteile miteinander. Bei einer Perl Farm eines Amerikaners, der seit 40 Jahren hier lebt, sahen wir dann eine andere Art der Perlzucht. Da wurden halbe Kunststoff-Kugeln an die Innenseite der Muschel geklebt. Darüber bildet dann die Muschel eine Perlmutt Schicht. Diese Gebilde werden dann für Deko- oder Schmuckstücke verwendet. Bei einer Vanille Plantage erhielten wir dann einen viel besseren Einblick über die Zucht dieses Gewürzes. Die ganze Gegend roch nach Vanille. Wieder zurück auf dem Boot wurde uns ein fantastisches Tuna-Sashimi serviert. Von Wen erhielten wir dann die Info, dass sie auf dem Weg zu diesem Ankerplatz einen Wal mit dem Jungen gesehen haben. Die Italiener, Umberto und Esther die auf dem Boot blieben, zeigten uns die Bilder und den Film den sie gemacht haben. Wen sagte, dass wir evtl. auch die Tiere sehen werden, wenn wir über das Riff gehen. Also waren alle auf Beobachtungsposten als wir ganz langsam über das Riff fuhren. Und wirklich hatten wir das grosse Glück die Tiere zu sehen. Welch ein Erlebnis bei ruhigem Meer diese gigantischen Tiere ca. 5m neben dem Boot zu beobachten. Natürlich liefen die Kameras auf Hochtouren und alle schauten völlig fasziniert auf die Wale. Welch ein Unterschied bei der Rückfahrt nach Raiatea oder besser gesagt Taha’a, von der auch Wen stammt. Das Meer war ruhig und friedlich und so konnte jeder von den letzten Eindrücken noch vor sich hinträumen. Beim Ankerplatz sprangen wir nochmals ins warme Wasser. Für den Abend war eine Tanzshow mit Büfett angesagt. Das Fleisch und das Gemüse wurden im Erdofen während 4 Stunden gekocht. Von unserer Küche auf dem Boot war das Essen jedoch Meilenweit entfernt. Dafür war dann die Tanz- und Feuershow umso besser. Ein schöner Abschluss unserer Schiffsreise, wenn man das Essen bei dieser Tanzshow ausklammert.

 

28.9. Der letzte Tag auf dem Boot mit dem wir eine sehr schöne Reise mit einer guten Gruppe durch diese Inselwelt machen konnten. Dann kamen noch eine super Crew und ein fantastisches Essen dazu. Mehr kann man sich wirklich nicht wünschen. Einzig die winzige Kabine dürfte etwas grösser sein. So packten wir unsere Sachen zusammen, wobei gross packen mussten wir nicht, weil wir aus platzgründen alles im Koffer hatten. Er hatte gerade noch am Fussende des Bettes am Boden Platz und wir mussten immer über das Bett oder die Koffer steigen. Aber für solch eine Reise nimmt man das gerne in Kauf. Also verabschiedeten wir uns von der Crew und der Gruppe nachdem wir noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht haben und stiegen in das bereitstehende Taxi das uns in 45 Minuten zur Opoa Beach fuhr. Im Opoa Beach Hotel bezogen wir einen Bungalow der uns an eine Turnhalle erinnerte nach der Mini Kabine auf dem Schiff. Er ist vorwiegend in Weiss gehalten und hat auf 3 Seiten eine Terrasse. Hier werden wir die nächsten 3 Tage verbringen und Hausaufgaben machen, wenn das mit dem sehr schlechten Internet möglich ist. Wir werden sehen.

 

1.10. Wie bereits erwähnt verbrachten wir die letzten 3 Tage mit Hausaufgaben, wobei überwiegend Colette am Arbeiten war mit der Fotobearbeitung von mehreren 100 Fotos. Beim Versuch ein Foto auf unsere Homepage zu laden streikte das Netz. Trotz des guten und teuren Hotels versagte die Verbindung jedes Mal schon bei ca. 700KB. Na ja, das wird dann wohl eine Monsterarbeit geben wenn wir Zugang haben und wir hoffen schwer dies wird nicht erst am Schluss unserer Südsee-Reise sein.

Um 9.00 Uhr verabschiedeten wir uns und standen 45 Minuten später am Flugplatz. Hier nahmen wir nicht das Flugzeug, sondern das Boot. Also das ist schon speziell auf diesen Inseln. Da spaziert man durch das Flughafengebäude ohne irgendwelchen Sicherheitskontrollen und steigt in ein Boot. Taha‘a hat keinen Flughafen. Zur Fare Pea Iti auf Taha‘a benötigten wir 45 Minuten. Da wurden wir von Pascal und Marylene empfangen und nach den Formalitäten und den Infos bezogen wir ein Zimmer in dieser kleinen Bungi-Anlage. Das ist neu für uns in solch kleinen Anlagen, weil es normalerweise immer Bungis sind. Unser Zimmer ist im Haupthaus gleich neben der Küche und dem Essraum. Natürlich fragten wir nach dem Internet und erhielten die Antwort, dass sie hier ein gutes Internet haben. Selbstverständlich probierte es Colette sofort und staunte über die langsame aber gute Verbindung. Somit war klar was wir in den nächsten Tagen zu erledigen hatten.

 

3.10. Nachdem Ugo 2 Tage fast Non-Stopp die Fotos mit dem „superschnellen“ Internet hochgeladen hatte, machten wir heute eine kleine Besichtigungstour. Mit einem Angestellten fuhren wir zur Pari Pari Destillerie, die es erst seit 3 Jahren gibt. Das Zuckerrohr wächst hier wild und wird jetzt auch angepflanzt. Die Maschinerie wurde in Deutschland nach den Wünschen des Eigentümers gebaut. Der grösste Teil des 80% Destillats geht nach Moorea wo es weiterverarbeitet wird. Ein kleiner Teil wird hier verarbeitet. Es werden 2 Sorten Rum angeboten. Den Klaren der in kleinen Stahltanks und den Braunen der in Eichenfässer aus Frankreich und Amerika lagert. Alten Rum gibt es noch nicht, was natürlich verständlich ist. Neben dem Rum wird auch Kokosnussöl produziert. Es wird zum Kochen oder für die Kosmetik mit verschiedenen Zutaten verfeinert. Natürlich ist es viel interessanter solch einen kleinen Betrieb zu besuchen wo vieles noch von Hand erledigt wird. Auch kann man den Erfindungsgeist bewundern der bei der Ölpresse angewendet wurde. Wieder zurück im Hotel beschäftigten wir uns wieder mit der Homepage weil es morgen weiter geht und wir nicht wissen wie das Internet in Huahine funktioniert.